Inhaltsverzeichnis

    Zusammenspiel verschiedener Faktoren

    Was ist das Reizdarmsyndrom und was sind seine Ursachen?

    Zusammenspiel verschiedener Faktoren

    Blähungen, Bauchschmerzen und andere Verdauungsbeschwerden – für einige Frauen gehört das leider zum Alltag. Was viele jedoch nicht wissen: Es könnte sich um das sogenannte Reizdarmsyndrom handeln. Was man unter Reizdarmsyndrom (RDS) versteht und welche Ursachen ihm zugrunde liegen, erfährst du in diesem Artikel.

    Reizdarmsyndrom, RDS, IBS — was ist das überhaupt?

    Du kennst vielleicht das Gefühl eines aufgeblähten Bauchs, Druck im Bauchraum und wiederkehrender Verdauungsbeschwerden. Auf 100 Menschen kommen etwa zehn bis zwanzig Personen, überwiegend Frauen, die unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom leiden. (2) Jährlich werden etwa 1-2 % der Bevölkerung neu diagnostiziert. Allerdings ist es vielen gar nicht bewusst, dass ihre Beschwerden einen Namen haben. Denn auch wenn das Reizdarmsyndrom keine Seltenheit ist, wissen viele gar nicht, was man darunter versteht und dass sie selbst davon betroffen sind.

    Das Reizdarmsyndrom (kurz: RDS) bzw. Irritable Bowel Syndrome (kurz: IBS) versteht sich als Erkrankung, die sich durch anhaltende oder immer wiederkehrende Darmbeschwerden äußert. Du gehörst laut Fachleuten dann zu den Betroffenen, wenn du folgende drei Aussagen bestätigen kannst:

    • Du hast seit über 3 Monaten Darmprobleme wie Blähungen oder Bauchschmerzen – oft auch begleitet von Durchfall oder Verstopfung.
    • Manchmal sind die Beschwerden so stark, dass du dir Sorgen machst oder sogar einen Arzt aufsuchst und sie deinen Alltag belasten.
    • Du leidest nicht unter anderen Erkrankungen, die diese Darmbeschwerden verursachen könnten. (1)

    Hast du einen empfindlichen oder sensiblen Darm? Leidest du regelmäßig unter Blähungen, Gasbildung, Bauchdruck oder -schmerzen und einem unangenehmen, „engen“ Gefühl im Bauch, was du nicht auf deine Ernährung zurückführen kannst? Wiederkehrende Verdauungsbeschwerden sind absolut charakteristisch für das Reizdarmsyndrom. Zwar kann das Auftreten der Symptome des Reizdarmsyndroms auch mit bestimmten Lebensmitteln zusammenhängen, doch es sind vor allem Stress, Veränderungen im Alltag und hormonelle Einflüsse, die es verursachen. (5)

    Mehr zu den Symptomen und der Diagnose des Reizdarmsyndroms erfährst du in einem separaten Artikel.

    Reizdarm und Reizdarmsyndrom: Eine Unterscheidung

    Wusstest du, dass „Reizdarm“ und „Reizdarmsyndrom“ nicht ein- und dasselbe sind? Hier geht es um die Unterscheidung zwischen Symptomatik und Syndrom. Doch was ist der Unterschied zwischen einem Reizdarm und dem Reizdarmsyndrom?

    Der Reizdarm ist das Symptom. Er kann auch unabhängig von einem Reizdarmsyndrom auftreten, also beispielsweise nach einer belastenden Speise oder bei viel Stress. Die Symptome sind nur vorübergehend, lassen sich gut behandeln und beeinflussen deine Lebensqualität nur wenig.

    Und dann ist da das Syndrom, also eine mittelschwere bis schwere Ausprägung dieser Beschwerden, die weitgehend unabhängig von äußeren Faktoren ist. Der Übergang zwischen Reizdarm und Reizdarmsyndrom ist jedoch fließend. (2)

    Schübe beim Reizdarmsyndrom

    Das Reizdarmsyndrom ist keine Erkrankung, die einmal entsteht und sich andauernd mit Symptomen bemerkbar macht. Vielmehr spricht man beim RDS von Schüben. Solche Symptomschübe können in sehr unregelmäßigen Abständen kommen und auch wieder verschwinden. Meist treten sie übrigens dann auf, wenn du wach bist. Dass du von einem Reizdarmschub aufgeweckt wirst, ist eher unwahrscheinlich.

    Wie lange ein Schub beim Reizdarmsyndrom andauert, ist unterschiedlich. Er kann von mehreren Tagen bis hin zu Wochen oder Monaten reichen. Während eines Schubs kann die Intensität deiner Beschwerden variieren. So individuell wie dein Körper ist, so individuell ist auch das Reizdarmsyndrom mit seinen Auswirkungen auf dich.

    Mit Liadin® PRO von femidoc® kannst du deinen Körper während eines Reizdarmschubs optimal unterstützen. Die Reizdarm-Syndrom-Kapseln wurden speziell für RDS-bedingte Blähungen entwickelt, bei denen eingeschlossene Gase und eine erhöhte Darmempfindlichkeit zusammenkommen – etwa an stressigen Tagen oder vor der Periode.

    Ursachen des Reizdarmsyndroms

    Wie entsteht das Reizdarmsyndrom überhaupt? Bevor es darum geht, die Beschwerden zu bekämpfen und die Erkrankung zu unterstützen, solltest du verstehen, was in deinem Körper vor sich geht.

    Eines vorweg: Experten sind sich noch nicht vollkommen einig, was die genauen Ursachen des Reizdarmsyndroms sind. Einige nennen Entzündungen in der Darmwand, Störungen der Darmflora und Veränderungen der Darmmuskulatur oder -nerven als Auslöser. Tatsächlich konnte festgestellt werden, dass die Empfindlichkeit gegenüber Reizen bei Reizdarm-Patientinnen wesentlich höher ist als bei gesunden Personen.

    Ebenso steigern Magen-Darm-Infekte sowie die Einnahme von Antibiotika das Risiko, ein RDS zu entwickeln. Wusstest du, dass die Wahrscheinlichkeit, irgendwann an dem Reizdarmsyndrom zu leiden, um 3-12 % steigt, wenn du einmal eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe) hattest?

    Besonders im Fokus steht allerdings dein Hormonhaushalt. Das Reizdarmsyndrom ist oftmals hormonell bedingt und hängt stark mit deinem Stresslevel zusammen. Bestimmt hast du schon einmal die Redensart gehört, dass jemandem „etwas auf den Magen schlägt“. Tatsächlich wirkt sich Stress auf deinen Verdauungstrakt, also Magen und Darm aus. Die Nerven in deinem Darm können so durcheinanderkommen, dass sie an dein Gehirn ein klares Signal senden: Schmerz! (1)(2)(3)(4)(6)(8)

    Reizdarm und Psyche: Ist das Reizdarmsyndrom psychosomatisch bedingt?

    Die beschriebenen Beschwerden können deinen Alltag beeinträchtigen und sogar zu psychischen Beschwerden führen. Von Unwohlsein über Ängste bis hin zu depressiven Verstimmungen – die mentalen Auswirkungen des Reizdarmsyndroms sind nicht zu unterschätzen. Doch das ist nicht alles, was es zum Zusammenhang zwischen Reizdarm und Psyche zu wissen gibt.

    Diese negativen psychischen Auswirkungen sind tückisch, da sie nicht nur deine Motivation und Lebensfreude beeinträchtigen, sondern auch dein Reizdarmsyndrom verstärken können. Gleichzeitig sind vorher bestehende psychische Belastungen und Erkrankungen auch mögliche Ursachen dafür, dass sich ein RDS überhaupt erst entwickelt.

    Hast du schon einmal von der sogenannten Darm-Hirn-Achse gehört? Sie beschreibt eine Kommunikationsverbindung zwischen Darm und Gehirn, die sich aus Nerven zusammensetzt. Das macht auch deutlich, was für eine starke wechselseitige Beziehung zwischen diesen Bereichen deines Körpers vorherrscht. Man spricht übrigens oftmals auch vom sogenannten enterischen Nervensystem.

    Ist das Reizdarmsyndrom also psychosomatisch bedingt? Tatsächlich muss das nicht immer der Fall sein, doch es ist durchaus möglich. RDS gilt als klassische psychosomatische Erkrankung und kann durch ein Ungleichgewicht in deiner Psyche begünstigt oder verstärkt werden. (7)

    Hormone und Reizdarmsyndrom: Der Hormonhaushalt als Ursache

    Dass hormonelle Veränderungen deinen gesamten Körper und deine Psyche beeinflussen, weißt du als Frau nur zu gut. Ein gutes Beispiel dafür sind die Prozesse, die in deinem Körper regelmäßig vor der Menstruation ablaufen – auch als PMS bekannt. Aber auch Frauen, die sich bereits in der Menopause befinden, wissen, wie einflussreich Hormone sind.

    Tatsächlich gibt es auch Hinweise darauf, dass deine Hormone Einfluss auf die Entwicklung eines Reizdarmsyndroms haben. Östrogen und Progesteron sind zwei Hormone, die deine Darmbeweglichkeit beeinflussen und deine Beschwerden sowohl verstärken als auch lindern können. Ein sehr hoher Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen kann beispielsweise die Darmbeweglichkeit verringern und die Empfindlichkeit gegenüber Schmerzreizen erhöhen.

    Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Frauen im gebärfähigen Alter ein RDS entwickeln, und es erklärt auch, warum die Reizdarmsyndrom-Symptome während bestimmter Zyklusphasen besonders ausgeprägt sind. Zudem ist das auch der Grund dafür, weshalb Frauen häufiger unter RDS leiden als Männer.

    Hormonelle Schwankungen treten vor allem auch im Zuge einer Schwangerschaft auf. Die Hormone Progesteron und Östrogen verändern sich, die Darmbewegungen werden langsamer und es kann zu Verstopfungen kommen. Gleichzeitig wird der Uterus größer, was den Druck auf den Verdauungstrakt erhöht. Schwangere mit Reizdarmsyndrom erleben daher sehr verschiedene Symptome:

    • Linderung der chronischen Beschwerden
    • Verstärkte Verstopfungen und Blähungen
    • Entwicklung eines neuen Reizdarmsyndroms

    Im Laufe der Jahre gibt es für Frauen ein weiteres Ereignis, das den Hormonhaushalt ganz neu ausrichtet: die Menopause. Die Veränderungen, die dein Körper in dieser Phase durchlebt, können ebenfalls großen Einfluss auf die Reizdarmsymptome haben. Der Östrogenspiegel sinkt, was deine Darmbewegungen verstärken kann. So individuell dein Körper ist, so individuell wirkt sich das auf dich aus. Von häufigeren Wechseln zwischen Durchfall und Verstopfung über eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln bis hin zu verstärkten Bauchschmerzen und -krämpfen ist alles möglich. (4)

    Perimenopause und Reizdarmsyndrom: Eine hormonelle Achterbahnfahrt

    Oft wird der Perimenopause viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei handelt es sich um so eine wichtige Entwicklung in deinem Leben. Schon Jahre vor deiner Menopause stellt sich dein Körper darauf ein – und diese Zeit ist als Perimenopause bekannt. Sie beschreibt also eine Übergangsphase. Sie ist Teil der Wechseljahre, was schon allein ein Begriff ist, der andeutet, was passiert: Dein Körper wechselt in einen anderen Modus. Und dabei wird vieles neu sortiert, vor allem dein Hormonhaushalt.

    Neben Hitzewallungen, kalten Händen und Füßen, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen sind auch Verdauungsbeschwerden charakteristisch für die Perimenopause. Der Östrogen- und Progesteronspiegel steigt und sinkt, während sich dein Körper auf die Menopause einstellt. Eine wahre Achterbahnfahrt der Hormone also!

    Reizdarmsyndrom bei Frauen: Ein Puzzlestück des großen Ganzen

    Der Körper einer Frau ist ein Wunder. Doch bei all den komplexen Prozessen ist manchmal nicht ganz klar, wodurch das Reizdarmsyndrom bedingt wird. Vielen Frauen stellt sich die Frage: Entsteht das RDS durch hormonelle Veränderungen, sind es andere Auslöser oder befindet sich mein Körper einfach nur im Wandel?

    Fakt ist: Die Beschwerden beeinflussen sich gegenseitig. Meist ist das Reizdarmsyndrom bei Frauen hormoneller Natur und wird davon beeinflusst, in welcher Phase dein Körper gerade steckt. Gleichzeitig kann dein RDS Stress verursachen, der sich wiederum auf deinen Darm auswirkt.

    Bist du eine Frau im gebärfähigen Alter? Ja, dein hoher Östrogenspiegel kann RDS verursachen.

    Stehst du mitten im Leben und versuchst, deine Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen? Tatsächlich kann auch dein Stress Auslöser für ein Reizdarmsyndrom sein.

    Steckst du in deinen Vierzigern und merkst, dass sich dein Körper verändert? Vielleicht ist gerade die Perimenopause im Gange und verursacht Verdauungsbeschwerden bis hin zum RDS.

    Auch die Psyche sollte dabei nicht vergessen werden. Einige RDS-Patientinnen haben vielleicht Angst davor, ein bestimmtes Lebensmittel zu sich zu nehmen, um keinen Schub zu riskieren. Doch genau diese Angst kann deine Darm-Hirn-Achse so beeinflussen, dass erst recht ein Schub entsteht. Du siehst also: Das Reizdarmsyndrom setzt sich aus vielen Puzzlestücken zusammen, ist aber selbst ein Puzzlestück von vielen, wenn es um die Symptome von PMS, Menopause und andere Phasen deines Lebens geht.

    Reizdarmsyndrom: Was kann ich tun?

    Eines vorweg: Das Reizdarmsyndrom kann zwar von selbst wieder verschwinden, doch eine richtige Heilung gibt es dafür nicht. Vielmehr geht es bei der Behandlung eines Reizdarmsyndroms vordergründig darum, die Symptome der Betroffenen zu lindern und damit die Lebensqualität wieder herzustellen.

    Produkte wie Liadin® PRO von femidoc® unterstützen gezielt bei Reizdarmschüben, damit du trotz deiner Erkrankung ganz normal am Alltag teilnehmen kannst. Das Reizdarmsyndrom muss dich daher nicht zwangsläufig einschränken. Dennoch tut es dir bestimmt gut, dir hin und wieder eine Pause zu gönnen und auf mehr Ruhe in deinem Leben zu achten. Denn vergiss nicht: Stress und innere Unruhe können einen Schub begünstigen und tun dir abgesehen davon auch allgemein nicht gut.

    Was ebenfalls hilft, ist eine Anpassung der Ernährung, um deinen Darm nicht unnötig zu reizen. Auch hierzu haben wir bereits in einem anderen Artikel ausführlich gesprochen: Erfahre mehr über die richtige Ernährung bei Reizdarmsyndrom.

    Fazit

    Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Erkrankung des Darms, unter der viele und vorwiegend Frauen leiden, die sich dessen aber gar nicht bewusst sind. Das RDS versteht sich dabei als Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren, sodass du nie eine einzige Ursache als Auslöser sehen solltest. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Prozesse in deinem Körper, der Hormone, Psyche und Verdauungstrakt umfasst. Mit gezielten Mitteln von femidoc® kannst du deine Reizdarmsyndrom-Symptome wirksam lindern und dir somit mehr Lebensqualität verschaffen.

     

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    Literaturverzeichnis

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